Etiketten lesen

Weinetiketten sind so vielfältig wie die Weine selber. Während die Namensbezeichnung auf der Etikette der Fantasie des Winzers freien Lauf lässt, sind andere Bezeichnungen durch die entsprechenden Weingesetze des Landes geschützt und unterliegen einer strengen Kontrolle.
So ist die Bezeichnung „AOC“ in Frankreich oder „DO“ bzw. „DOC“ oder „DOCG“ in Spanien und Italien genau geregelt und entspricht einer bestimmten, kontrollierten Herkunfts- oder Inhaltsangbe.
Einige typische Merkmale einer Etikette sollen hier anhand von zwei Beispielen anschaulich dargestellt werden:

 

Beispiel 1

Diese Etikette verrät uns unter anderem, dass es sich um einen Qualitätswein (AOC Côteaux de Languedoc) handelt. Nur die Traubensorten (in diesem Fall 80% Shiraz und 20% Grenache) gibt die Etikette leider nicht preis.

Auf wine-check.de ist dieser Wein unter der Bezeichnung Mas de la barben, les sabines, AOC, Côteaux du Languedoc, 2004, Hermann“ zu finden.
 
 

Beispiel 2

In diesem Beispiel handelt es sich um einen Chianti aus der Toskana. Der Wein hat keinen eigenen Namen, die Deklaration „Chianti Classico“ bedeutet ist in diesem Fall sowohl Name des Weines als auch die Herkunftsbezeichnung. Der Chianti Classico DOCG muss aus der spezifischen Chianti-Gegend zwischen Florenz und Siena stammen und muss mindestens aus 80% Sangiovese Trauben hergestellt sein. Die Qualitätsbezeichnung DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) ist ebenso eine geschützte Herkunftsbezeichnung wie „Chianti Classico“.

Der schwarze Hahn  auf dem Flaschenhals ist ein zusätzliches Qualitätsmerkmal, vergeben vom Konsortium „Chianti Classico“ (Consorzio del Marchio Storico Chianti Classico) mit Sitz in Greve (www.chianticlassico.com).